Wetternachhilfe

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Die wärmeliebende und regenscheuende Fraktion meiner Pflanzen wird an neuem Standort und alter Behausung auch dieses Jahr eine eigene Heimstatt finden. Einigen kleineren Folienschäden bin ich mit Textilklebeband zu Leibe gerückt, damit das Haus noch ein paar Jährchen durchhält.

Polka mit Mieze Schindler

Auch wenn der Titel es nahelegen würde, geht es hier nicht um Wachstumsförderung durch Pflanzenbeschallung, sondern ganz schnöde um die neuen Erdbeeren. Da die alten Erdbeeren ja aus Altersgründen ihren angestammten Platz räumen mussten und eine Neuanpflanzung nicht unmittelbar auf der selben Fläche stattfinden soll, ist der Pflanzort nun einfach zwei Reihen weiter gewandert.

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Die 55 Setzlinge, die in einem doch recht kleinen Karton aus dem Ostwestfälischen geliefert wurden, waren sogenannte Frigopflanzen. Diese haben den Vorteil eines geringen Volumens und kommen mehr oder weniger direkt aus der Kühlung, die ihnen einen andauernden Winter vorgaukelt. Damit kann der Pflanzzeitpunkt praktischerweise an Witterungs- und Termineinschränkungen angepasst werden. Sie bestehen im Wesentlichen aus Wurzelwerk, dem Herz und einer kleinen Knospe, die die Pflanzen als lebendig kennzeichnet.

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Frisch eingepflanzt sehen sie recht unspektakulär aus und beim Betreten des Ackers ist doch eine höhere Aufmerksamkeit anzuraten.

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In der unteren (aus dieser Perspektive linken) Reihe befinden sich 26 Polka-Pflanzen, in der oberen 26 Mieze-Schindler-Pflanzen zuzüglich dreier Befruchterpflanzen, da diese Sorte zweihäusig ist und es gilt: Ohne Befruchterpflanzen keine Erdbeeren.

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Hier nochmal eine der etwas auffälligeren Setzlinge. Und wie beim Neubaum heißt es auch hier: Nasse Füße bitte. Also wieder regelmäßige Gießbesuche und das Leitungswasser läuft natürlich immer noch nicht.

Neubaummaßnahme

Und irgendwann muss man das Blogmotto ja auch umsetzen. Es begab sich im kühlen März, dass der bekannte Feinkosthändler Albrecht Obstbäume zum Verkauf anbot, diese dazu noch zu einem unschlagbar reduzierten Preis von 1,79€. Das ließ ich mir natürlich nicht zweimal sagen und erweiterte den Karfreitagseinkauf spontan um einen Mirabellenbaum. Was im Einkaufswagen noch praktikabel erschien, entpuppte sich im Kleinwagen dann als Herausforderung, die es zu meistern galt. Nach einigen a Versuchen waren dann Einkäufe, Baum und Insassen verstaut, da Lenkrad auch noch erreichbar und der Transport konnte durchgeführt werden.
Nach einigen Tagen in der warmen Wohnung, wir erinnern uns an den verschneiten Karfreitag, stand der erneute Transport in den Garten an, der mangels weiteren Transportguts dann deutlich einfacher vonstatten ging.
Der erste Pflanzplatz stellte sich aufgrund der Wurzelknolle des ehemaligen fünften Apfelbaums als ungeeignet heraus (vgl. Agroarchäologie) und beim zweiten galt es nur eine alte Wurzel zu durchtrennen.
Mit dem zugekauften Hartholzpflock war der Neubaum schnell fixiert und nun musste anhaltend für nasse Füße gesorgt werden, was im Frühling ja eigentlich kein größeres Problem darstellen sollte. Eigentlich. Mangels Regen standen regelmäßige Gießbesuche auf dem Plan und es war noch nicht abzusehen, ob sie Erfolg versprachen…

Neubaum

Knollig

In diesem Jahr komplett neu im Angebot sind Kartoffeln, derer zwei Sorten. Zum einen “Blaue St. Galler“, die sich durch ihre besondere namensgebende Farbe auszeichnen und zum anderen rot-weiße “Mayan Twilight“, deren Innenleben aber ganz normal gelb ist.

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Diese haben auf dem Acker den Platz eingenommen, der bis dahin mit Erdbeeren bepflanzt war. Diese haben altersbedingt ihren angestammten Platz räumen müssen und wurden durch neue Pflanzen ersetzt. Dazu aber später mehr.

Das neue Gartenjahr beginnt

Auf den ersten Blick haben Garten und Laube den Winter unbeschadet überstanden, der Garten auf den zweiten auch, allerdings gibt es bei der Wasserversorgung Schäden zu melden. Einerseits wird gesehen beim Regenwasserablauf, andrerseits bei der Frischwasserversorgung. Am Ablaufventil, welches ich bis neulich gar nicht kannte, ist das Rohr frostbedingt aus der anschließenden Muffe geplatzt und da abgesehen vom Haupthahn keine Sperrventile davor liegen, bin ich auf Regenwasser angewiesen, weswegen der kaputte Ablauf doppelt ärgerlich war bzw. ist. Die Leitungsreparatur kann dann hoffentlich am Pfingstwochenende stattfinden.

Und es geht doch noch weiter

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Nachdem ich letztes Jahr am Ende aus Zeitmangel überhaupt nicht mehr dazu gekommen bin, die Neuigkeiten aus dem Garten zu bloggen, geht es jetzt endlich wieder los. Die eine oder andere Kleinigkeit aus dem letzten Jahr werde ich zwischendurch noch nachreichen, aber auch die Aktualitäten des Frühlings werden nicht zu kurz kommen.

Zucchiniplage

Ein nicht unerheblicher Teil der Leserschaft wird es in den letzten Wochen mitbekommen haben, als ich mindestens zwei Mal pro Woche mit so einer Kiste ankam:

Durch das überzeugende Werbekonzept (Slogan: “lecker”) bin ich auch so ziemlich alle Zucchini losgeworden. Es heißt, dass es während meines Urlaubs noch schlimmer geworden sei und fast alle möglichen Rezepte auch mit Zucchini ausprobiert wurden. Angesichts dieser drei Exemplare, die nach wie vor auf dem Kühlschrank liegen, will ich das auch mal glauben.

Ja, die weiße Unterlage, auf der sie liegen ist unser Kühlschrank in voller Breite. Kennt jemand gute Rezepte für Riesenzucchini?

Aktionswoche „Trockene Laube“

Die Laube kämpft mit einem Problem vieler älterer Gebäude im Allgemeinen und älterer Gartenlauben im Speziellen: Feuchtigkeit in den Wänden. Die Feuchtigkeit kann eigentlich nur aus vier verschiedenen Richtungen kommen:

  1. Von oben, auch bekannt als Regen
  2. Von unten, auch bekannt als Grundwasser
  3. Aus der Wand, auch bekannt als Leitungswasser
  4. Aus der Luft, auch bekannt als Südostasien oder übermäßige Nutzung wasserdampfemittierender Gerätschaften.

Da die Wände tendenziell im oberen Bereich feucht sind, fällt Möglichkeit zwei bereits aus. Eine stichprobenartige Sondierung der Lage von der kleinen Haushaltsleiter aus zeigte auf dem Dach folgendes Bild:

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